HEALTHCARE-BUSINESS

Mit Ratyonal Unternehmen zukunftsfähiger machen!

Die WEFRA LIFE Gruppe hat im April 2020 – nahezu zeitgleich mit dem Beginn der Corona Krise in Deutschland – die auf die Gesundheitsbranche ausgerichtete Digital-Beratung ratyonal aus der Traufe gehoben. Gemeinsam mit dem WEFRA LIFE – Inhaber-Duo Ariane Haack-Kurz und Matthias Haack ziehen die beiden ratyonal-Gründer Joss Hertle und Niels Magill Bilanz, wie die ersten 15 Monate gelaufen sind.

Im April 2020 ist die digitale Strategie-Beratung ratyonal an den Start gegangen. Was war der Anlass?

Ariane Haack-Kurz: Wir haben in unserer Agenturgruppe bereits 2018 mit der digitalen Transformation begonnen, weil uns bewusst war, welche radikalen Veränderungen durch die Digitalisierung auf uns und natürlich alle unsere Kunden, die wir tagtäglich beraten, zukommt. Da ist eine 100% digitale Strategieberatung mit Healthcare-Fokus in Ergänzung zu unserer bisherigen ganzheitlichen Ausrichtung, perfekt ins Portfolio.

Matthias Haack: Die Pharma-Industrie befindet sich in vielen Unternehmen (immer) noch in einer frühen Phase der digitalen Transformation. Der Fokus liegt noch darauf, das Marketing auf digitale Kanäle umzustellen, Prozesse zu digitalisieren oder den Vertrieb stärker auf eCommerce/Versandhandel zu fokussieren. Aber das Thema ist natürlich viel größer. Es geht langfristig darum, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und Patienten oder HCP konsequent in den Mittelpunkt des eigenen unternehmerischen Handelns zu stellen. Dafür braucht es Personen mit besonderen Skills, die diese Zusammenhänge verstehen, die aus beiden Welten kommen, Tech und Pharma, und unseren Partnern helfen, bestehendes Business zu digitalisieren und gleichzeitig neue Business Modelle zu entwickeln. Mit Joss Hertle und Niels Magill sind wir sehr unique aufgestellt.

Ariane Haack-Kurz: Covid-19 hat der Digitalisierung der Gesundheits-Unternehmen eine Turbo-Zündung verpasst. In vielen Companies hat ein neuer Realismus, ein deutliches “Wir-müssen-jetzt-handeln” hat eingesetzt.

Matthias Haack: Der Imperativ der Kundenzentrierung, Patient, Angehörige, Apotheker und HCP, hat viele weitere Ausrufezeichen bekommen!

„Es wird zukünftig keine Innovation in der BioScience geben ohne eine datenbasierte Herleitung.“
Joss Hertle
Managing Partner bei ratyonal

Herr Hertle, Herr Magill, wie positioniert sich ratyonal konkret im Markt?

Joss Hertle: Niels Magill und ich haben beide einen jahrelangen Google bzw. Google Healthcare Hintergrund, der uns bei all unserem Handeln hilft. Auch meine Arbeit in der digitalen Transformation bei einem führenden Pharmakonzern hat dazu beigetragen, den Blick auf die Herausforderungen, die der digitale Change mit sich bringt, zu schärfen. Das “Operating System” von Pharma in der Tiefe und für die Machbarkeit von digitalen Strukturen und Prozessen besser zu verstehen.

Niels und ich kombinieren konkretes Pharmawissen (Rx und OTC) mit einem tiefen technischen Background. Wir haben ein Team, das aus Analysten und Data Scientisten besteht. Der wesentliche Unterschied zu vielen anderen Beratungen und Agenturen ist sicher, dass wir nicht nur gemeinsam mit unseren Mandanten nutzerzentrierte Strategien entwickeln können, sondern auch technisch komplexe Lösungen implementieren. Dabei bauen wir meist die digitale Infrastruktur mit auf. Komplexe Business-Probleme lösen und messbaren Mehrwert liefern, das ist unsere Mission. Wir wollen Unternehmen zukunftsfähiger machen.

Niels Magill: Nehmen sie das Themenkomplex “Daten” z.B.: im Kontext des Veränderungsdrucks von außen durch die Digitalisierung ist es für alle Unternehmen relevant, die Daten, die bereits erhoben oder eingekauft werden, in ein für viele Funktionen im Unternehmen verständliches und interpretierbares Datenmodell zu bringen. Im Kern müssen die Daten, die in unterschiedlichen Formaten vorliegen, strukturiert und erst interpretierbar gemacht werden. Grundlage dafür ist eine Datenstrategie. Unternehmen brauchen dafür eine Daten-Kompetenz, bestehend aus eigenen Ressourcen und externe Helfern, die aus Daten den Mehrwert für die Entwicklung neuer Geschäftspotenziale überhaupt erst generieren. Das geht nicht von heute auf morgen, das braucht einen langen Atem. Viele Unternehmen arbeiten noch intensiv am Thema Datenintegration. Wir bei ratyonal haben uns auf genau diese komplexen Themen spezialisiert.

„Covid-19 hat der Digitalisierung der Gesundheits-Unternehmen eine Turbo-Zündung verpasst.“
Ariane Haack-Kurz
Chief Operating Officer der WEFRA LIFE

Wo sehen Sie die großen Herausforderungen für den Healthcaremarkt?

Niels Magill: Es ist die zentrale Frage, die alle Unternehmen beschäftigt: wie komme ich näher an meine Kunden heran? Wie kann ich eine direkte Beziehung aufbauen und die gewonnen Kunden aktiviert halten – ob B2C (Patient) oder B2B (Arzt). Daran anknüpfen, wie kann ich eine datenbasiertes, patientenzentriertes Geschäftsfeld aufbauen? Genau dafür wurde ratyonal gegründet.

Joss Hertle: Darüber hinaus brauchen etablierte Gesundheitsunternehmen ein funktionierendes, dynamisches “Digitales Operating Model”, integriert in ihrem aktuell laufenden Geschäfts-System/Kerngeschäftes.

Gelebt durch eine digitale Einheit, die frei ist von starren Strukturen, Hierarchien, formellen und komplizierten Prozessen, die schnell agieren kann. Mit Experten, die nach innen und außen als Transmitter fungieren Wissen um komplexe Problemstellungen und Geschwindigkeit sind zwei wichtige Punkte in unserer täglichen Arbeit mit unseren Kunden.

Für diese Digitalen Operating Modelle haben wir ein sehr schlankes Team aufgestellt, individuelle, funktionierende Konzepte entwickelt, ein großer Vorteil vielleicht sogar USP der ratyonal im Markt.

Niels Magill: Der Weg von Erkenntnissen und Ideen sollte viel schneller zur Geschäftsmodellentwicklung und Implementierung führen: durch ein neues innovatives Prozess-Design, MVPs (Minimun Viable Products), Prototyping, schnelles Iterieren von Testen und Lernen, schaffen wir Lösungen in kurzer Zeit, die auch im Vergleich zu den großen Strategieberatungen noch deutlich günstiger sind.

Joss Hertle: Es braucht eine explizite “Digitale Businesslogik”, die Investitionen in die Zukunft von Unternehmen langfristig anlegt und auch mit einer strategischen Roadmap zugrunde legt. Es geht um den langfristigen Erfolg, nicht um die Erreichung des direkten, positiven Deckungsbeitrages. Das verlangt einen langen Atem und einen Mindset-Shift. Es ist die Frage an Unternehmen: verfügen wir über ausreichend organisatorische Stärke zur Lösung großer Herausforderungen?

„Viele Unternehmen in der Pharma-Industrie befinden sich noch in einer frühen Phase der digitalen Transformation.“
Matthias Haack
CEO der WEFRA LIFE Group

Sind Pharmaunternehmen nicht insgesamt nicht innovativ genug?

Matthias Haack: Doch absolut, eigentlich liegen Innovationen in der DNA von Pharmaunternehmen. Das Damoklesschwert der Patentabläufe schwebt ja seit jeher über den Produktinnovationen der Gesundheitsunternehmen. Bei der Digitalisierung geht es aber um andere Gesetzmäßigkeiten. Es geht um die Überwindung bestehender Kanal- und Vertriebs-Denke. Fokus hat das Verständnis für Patientenverhalten und -bedürfnisse. Der Erfolg der Biotech-Unternehmen mit Ihren mRNA-Technologie-Innovationen untermauert das. Gerade auch die neueste Generation der Pharmaunternehmen aus Deutschland demonstriert eine völlig neue Herangehensweise an Problemlösungen und orientiert sich an den Philosophien von BIG Tech.

Joss Hertle: Es wird zukünftig keine Innovation in der BioScience geben ohne eine datenbasierte Herleitung. Studien belegen, dass Unternehmen, die keinen Zugang zu Daten haben, weniger innovativ sind. Die Erfolgsgeschichte der Silicon Valley-Giganten basiert auf den Fähigkeiten, Erkenntnisse über Zusammenhänge von Daten aus Nutzerverhalten zu skalieren. Im Umkehrschluss ist es eben für etablierte Unternehmen wichtig, sich selbst Zugang zu Daten zu erarbeiten und eine Wertschöpfung zu generieren.

Wie können Sie Unternehmen hier helfen, die richtigen Schritte zu tun?

Ariane Haack-Kurz: Wir haben uns als Agenturgruppe selbst transformiert und sind noch mittendrin. Wir arbeiten heute in interdisziplinären Teams. Von unseren Prozesserfahrungen, die auch hier und da schmerzhaft waren, profitieren jene Mandanten heute, die sich in diesem Prozess befinden oder ihn gerade gestartet haben. Viele Kundenprojekte beginnen heute in unserem eigens etablierten WEFRA LIFE INNOVATION HUB, wo Ideen zu konkreten Problemlösungen mit unseren Kunden entwickelt werden, dann in interdisziplinären Teams bis zur Geschäftsmodell-Entwicklung oder bis zum fertigen Produkt entwickelt werden.

An der Schnittstelle zum WEFRA LIFE INNOVATION HUB und externen Digitalen Hubs der Pharmaunternehmen ist ratyonal positioniert. Je nach Kundenwunsch werden “customized” Kundenteams intern zusammengestellt oder ratyonal agiert selbstständig und trägt das Know-How direkt in die Unternehmen. Dieses flexible Modell funktioniert sehr erfolgreich.

Was kann die Industrie in der Zukunft von ratyonal erwarten?

Was kann die Industrie in der Zukunft von ratyonal erwarten?

Ariane Haack-Kurz: Mit einem Partner wie ratyonal haben Gesundheits-Player die Chance, ein Schnellboot als Partner zu haben, um in die spannende Welt des Digital Commerce für Healthcare gemeinsam zu erschließen.

Niels Magill: Ein erstes, innovatives Datenprodukt werden wir sehr bald dem Markt präsentieren, das wir in einer engen Kollaboration mit einem großen Health Plattform-Anbieter kreiert haben.

Joss Hertle: Mit ratyonal einen Partner zu haben, der hilft, tragfähige digitale Geschäftsfelder zu erkennen und zu gestalten.

Matthias Haack: Der Markt kann erwarten, die Transition von Ideen zu sichtbaren Produkten und damit Ergebnissen zu erleben.

 

*Erschienen in der 08/21 Ausgabe des Healthcare Marketing Magazin.

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JOSS HERTLE, CHIEF INNOVATION OFFICER
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